Yoga im Alltag

Rendezvous mit dir selbst



Yoga umfasst mehrere Komponenten – persönliche Lebensführung, das Verhalten zur Welt und zu anderen Menschen, Körperübungen, Atemübungen und Meditation. Yoga ist ein lebenslanger Weg und kann nur selber erfahren werden. Niemand kann den Weg für dich gehen.


Worum geht's in der Yogapraxis?
Es gibt verschiedene Yoga-Wege. Am verbreitesten ist die Praxis des Hatha-Yoga, welche zur tantrischen Tradition zählt. Hatha-Yoga ist ein Begriff, mit dem alle Yogarichtungen bezeichnet werden, welche Körperarbeit im Yogaprogramm integrieren.
Yoga wendet eine Vielzahl von Techniken an:
Verschiedene Körperhaltungen (âsanas)
Atemtechniken (prânâyâma)
Mentale Konzentration und Meditation

Körper
Die Körperhaltungen werden im Yoga «âsanas» genannt. Im Mittelpunkt einer Âsanapraxis steht das Bemühen, beim Üben den Körper, den Atem und den Geist auf harmonische Weise miteinander zu verbinden.Während der Körperarbeit kommen wir unweigerlich mit dem Atem in Kontakt. Der Atem ist in meiner Art zu unterrichten immer im Zentrum.

Atem
Zur gesunden Âsanapraxis gehört ein gleichmässig geführter, ruhiger und feiner Atem. Keine Spannungen sollen ihn einschränken oder gar stocken lassen. Immer wenn eine Stellung den Körper überfordert, dann wird der Atem «holprig».
In alten Yogaschriften wird der Atemfluss bildlich beschrieben:
«Lass den Atem fliessen so wie Öl von einem Gefäss in das andere fliesst.»
Atemübungen werden im Yoga «prânâyâma» genannt. Durch Atemlenkung wird der physische- und metaphysische Körper belebt und von Blockaden befreit.

Geist
In Yoga ist Achtsamkeit der Schlüssel. Wir versuchen unsere Achtsamkeit auf die Körberarbeit, auf die Atemlenkung und den Geist zu richten.
Wir lernen unsere Achtsamkeit und unsere Sinne nach innen zu richten. Der Geist, die Gedanken und Emotionen werden durch Konzenration und Mediation ruhig und klar.
Meditation hilft uns, unseren Alltag bewusster zu erfahren, Zufriedenheit und Dankbarkeit zu entwickelm und uns mit dem zu verbinden, was unserem Leben Sinn und Ausrichtung gibt.

Angepasstes Üben
Âsanapraxis ist kein Kampf gegen den Körper, sondern ein Eingehen auf ihn, ein Ausnutzen und Fördern seiner Möglichkeiten.
Âsanas sollen Spannungen reduzieren.
Schmerz ist ein Ausdruck von Spannung, Überforderung oder Fehlbelastung – ein Signal, dass etwas nicht stimmt.
Âsanas sollen gleichermassen die Qualitäten Stabilität und Leichtigkeit haben. Âsanas sind keine «Kochbuchrezepte» mit bestimmten Wirkungen.

Aus einem Reiskorn wächst keine Rose
«Eine der wichtigsten Tätigkeiten eines Reisbauern ist es, die kleinen Dämme zwischen den Feldern zur rechten Zeit zu öffnen. Dadurch fliesst Wasser auf das Feld und bewässert die Saat. Nicht der Bauer bringt den Reis zum wachsen. Vielmehr entwickelt sich das Reiskorn in seiner ihm eigenen Dynamik und mit Hilfe des Wassers, der Sonne und den Nährstoffen aus dem Boden.» (Warum Yoga, S. 67, Viveka Verlag)
Eine Âsanapraxis lässt sich nur mit der Arbeit des Bauern vergleichen. Wie der Bauer, kann eine Âsanapraxis nicht mehr als einen Impuls setzen.
Âsanas geben einen Impuls an den ganzen Menschen. Die Wirkungen sind daher individuell.
Wachsen kann nur, was im System Mensch angelegt ist, aus einem Reiskorn wächst auch nie eine Rose.

Ich unterrichte Viniyoga. Viniyoga ist keine neue Yogaform, sondern beschreibt einen besonderen Umgang mit den Techniken des Yogas entwickelt von Sri T. Krishnamacharya und weitergeführt von T.K.V. Desikachar.
Mehr Informationen unter: www.viniyoga.de


Senta Graf

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